Angeltourismus in Fünen Dänemark
Angeln Fünen und Langeland
Fünen, Langeland und Ærø – das heißt über 1100 Kilometer Küstenlinie und top Bedingungen für Meerforellen-, Dorsch- und Plattfischangler. Gerade Fünen gilt als das Mekka für Meerforellenfreunde. Herrliche und fängige Küstenabschnitte wie die Halbinsel Wedellsborg im Westen, die Steilküste von Sønderby Klint und die Halbinsel Helnæs weiter südlich sind wahre Perlen.
Die kleine Insel Æbelø im Norden oder Avernakø im Süden bilden weitere Traumreviere der Meerforellenfischerei. Und wenn an der Küste auf die edlen Fische nichts geht, steht mit der Odense Å auch noch ein Fluss der Extraklasse zur Verfügung. Hübsche und ertragreiche Forellenseen (Fyns Fiskevand) machen Lust auf mehr.
Wer das Kleinboot oder eine zünftige Kutterausfahrt liebt, sollte auf Langeland Station machen. Bei Touren von Spodsbjerg aus in den Langelandbelt sind schöne Dorsche, Flundern, Klieschen und auch dicke Schollen drin. Ganz zu schweigen von der umwerfenden Natur dieser Gegend, die auch Dänische Südsee heißt – die Namensgeber wissen, warum.
Die Odense Au
Meerforelleneldorado Fünen, welcher Meerforellenangler hat noch nicht davon gehört. Besonders Fünen hat durch gezielte Renaturierungs- und Besatzmaßnahmen die Meerforellenfischerei voran gebracht. Die Ergebnisse sind weltweit bekannnt: Fünen zählt zu den besten Gegenden, um Meerforellen zu angeln.
Auf Fünen gibt es nur wenige Auen, in die die Meerforellen aufsteigen können. Die größte ist die Odense Au. Nicht nur im Unterlauf mit seinen schnell strömenden Strecken, sondern auch weiter oberhalb, sogar im Stadtpark von Odense werden Meerforellen gefangen. Gefischt wird mit Fliegenruten der Klasse 6-8 und Spinnruten. Die besten Monate sind März und April, ab Juni sind die Chancen auch noch mal sehr gut. Während des Sommers ist es schwieriger, da der Aufstieg dann sehr stark vom Wasserstand abhäng t. Bei Niedrigwasser fängt man fast nur noch nachts.
Aber auch die Bachforelle hat einen guten Bestand, das Durchschnittsgewicht der gefangenen Bachforellen ist erfreulich hoch. Freunde der Friedfischangelei finden viele und sehr schöne Weißfische vor.
Für unsere erste Meerforellenfahrt wählten wir die dänische Insel Fünen als Ziel. Angeregt durch die vielen Berichte im Internet und nicht zuletzt auch durch entsprechende Artikel in "Fliegenfischen" wollten wir (2 Fliegenfischer aus Sachsen) in der Woche nach Ostern unsere ersten Meerforellen fangen.
Um es gleich vorwegzunehmen - nächstes Jahr werden wir das gleiche Ziel haben.
Also ging es Montag früh um 3.00 Uhr los. Gegen acht fuhren wir durch Hamburg und mittags waren wir dann nach knapp 10 Stunden endlich am Ziel. Als Unterkunft hatten wir eine B&B Pension in Jordlose (Westfünen, zwischen Harby und Faborg) gewählt.
Nach dem Ausladen des Gepäcks fuhren wir gleich einmal ohne Angelgerät ans Wasser. Vor unserer Reise besorgten wir uns die Broschüre "Die 100 besten fünischen Angelplätze", so dass wir sofort Anhaltspunkte für die ersten Versuche hatten. Bei Windstille und leichtem Nieselregen erkundeten wir die Stelle 76 Damsbo, die sich in ca. 3 km Entfernung von unserer Unterkunft befand. Wir sahen Unmengen an Futter im Wasser, insbesondere Flohkrebse in allen Farben und Größen.
Ab 15.00 Uhr zeigte uns unser Vermieter Ole seine Lieblingsstellen auf der Halbinsel Helnaes. Nachdem wir auf dem dortigen Zeltplatz unsere Angelscheine kauften, begannen wir bei West-Helnaes zu angeln.